Tänzer des Berliner Staatsballetts bei den Proben (Quelle: rbb)
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- Kulturnotizen

+ "Celis / Eyal" - das Staatsballett Berlin in der Komischen Oper
+ "Ein weites Feld. Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte"
+ "Straße der Träume. Ein Roadtrip auf der B96"

Zum Saisonstart Clubsound in den Probenräumen des Staatsballetts. Das Tanzstück "Half Life" der Israelin Eyal Sharon ist eine von zwei modernen Choreographien, die nächsten Freitag Premiere haben.  

Um die neue Leitung des Staatsballetts gab es heftigen Streit. Jetzt ist die Stimmung besser, sagt der Intendant Johannes Öhman.

Johannes Öhman, Intendant
"Positive Energie. Es ist schwierig von allen zu sprechen, aber ein großer Teil der Gruppe ist absolut an Bord."

Die modernen Choreographien zum Auftakt sollen auch ein jüngeres Publikum interessieren.

Als der Flughafen Tempelhof geschlossen wurde, blutete manchem Berliner das Herz. Luftbrücke, Weltstars auf dem Rollfeld, heute Freizeitpark - das fällt einem als erstes ein.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stiftung Topographie des Terrors haben nun eine Ausstellung zur Flughafengeschichte erstellt. Sie erinnern auch an fast vergessene oder verdrängte Geschichte - ein KZ auf dem Gelände, 3.000 Zwangsarbeiter, untergebracht in Baracken. Die Geschichte des Flughafens Tempelhof, ein verdammt weites Feld.

Die B96 ist in Berlin vor allem dafür bekannt, stets gut gefüllt zu sein. Von Zittau bis an die Ostsee führt sie einmal komplett durch "den Osten". Der Autor Raphael Thelen und der Fotograf Thomas Victor haben für ihr Buch die Straße komplett bereist, haben Geschichten gesammelt von den Menschen, die dort wohnen, von Hoffnungen, Enttäuschungen und Träumen.

Raphael Thelen, Journalist
"Nachdem ich schon zwei Jahre in Ostdeutschland recherchiert hatte zu verschiedenen Themen, habe ich gemerkt, dass viel mehr Sachen gut laufen, als man gemeinhin annimmt. Da dachten wir, wir erzählen mal eine positive Geschichte. Und wir dachten, wir fahren diese Straße ab und fragen die Menschen nach ihren Träumen, um darüber dann positive Geschichten erzählen zu können."

Am Imbiss im brandenburgischen Teschendorf zum Beispiel treffen sie Frank. Der träumt davon, einmal im Leben die Polarlichter zu sehen. Am Straßenrand liegen die kleinen, großen Geschichten.


Autor: Steffen Prell

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