Elsa Dreisig beim Stimmtraining (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

- Sopranistin Elsa Dreisig im Portrait

Sie ist die junge, neue Stimme an der Staatsoper: Elsa Dreisig. Die 27-Jährige mit französisch-dänischen Wurzeln studierte in Paris und Leipzig. Mit ihrem Sopran begeistert sie die Zuschauer in der Neuinszenierung von "Medea". Doch wie sieht eigentlich ihr Alltag als Opernsängerin aus?

Elsa Dreisig, Sopranistin
"Ich bin Elsa Dreisig, ich bin 27 Jahre alt, halb Französin, halb Dänin. Ich bin Opernsängerin und heute ist ein Arbeitstag für mich. Ich singe die Dircé in 'Medea'. Und eigentlich ist die Staatsoper Berlin wie ein zweites Zuhause für mich."

Der Arbeitstag beginnt mit Stimmtraining und Einsingen.

Elsa Dreisig, Sopranistin

"Heute ich habe keine Lust wirklich, ich habe keine Lust zu singen. Aber ich muss und deswegen ist es jetzt mehr wie ein kleines Kämpfen, weil ich denke: Du musst, ich habe Lust es ein kleines bisschen zu forcieren, aber ich weiß, dass die Stimmbänder würden mir ein wenig 'Tschüss' sagen."


Hinter der Bühne sind die Sängerinnen und Sänger meist ganz entspannt in Bademantel und Badelatschen.

Elsa Dreisig, Sopranistin
"Mein größerer Wunsch und Traum wäre es erst einmal mich selbst immer zu erneuern, also nie plötzlich eine Grenze zu spüren und zu denken, jetzt kann ich nicht weiter gehen."

Heute singt Elsa Dreisig die Dircé in der Oper "Medea". Die junge Sängerin - bravourös. Studiert hat sie in Paris und Leipzig. Auch ihre Eltern sind Opernsänger.

Elsa Dreisig, Sopranistin

"Ich bin selbst seit ich sechs Jahre alt bin auf der Bühne und ich habe so ein tolles Bild, das muss ich jetzt zeigen. Dieses Bild zeigt so viel von meinem Leben auch bis jetzt. Ich war immer auf der Bühne schon als ich sechs, sieben Jahre alt war und man sieht, wie glücklich ich bin."


Noch während der Vorstellung übt sie ihre neuen Rollen ein.

Elsa Dreisig, Sopranistin

"Berlin das ist Staatsoper Berlin. Berlin ist wirklich meine Stadt. Keine Familie hier, meine Mutter ist nicht hier, mein Vater ist nicht hier, das ist wirklich, wo ich denke, das bin ich zuhause."


Finale: Elsa Dreisig noch einmal im Kostüm, um sich zu verneigen.

Elsa Dreisig, Sopranistin
"Ich muss sagen, ich bin ein bisschen erleichtert, weil ein paar Leute mir gesagt haben, es war sehr gut."

Nach der Vorstellung Signierstunde für ihr Debütalbum "Miroirs". So geht ihr Arbeitstag zu Ende.


Autorin: Margarete Kreuzer

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