Probeaufnahmen von "La Bayadère" in Berlin (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

- Vor der Premiere von "La Bayadère"

An der Staatsoper Berlin feiert "La Bayadère" Premiere, das neue Stück des Staatsballetts. In der Hauptrolle ist Polina Semionova zu sehen, die mit 33 Jahren von einer internationalen Fachjury noch einmal zur "Tänzerin des Jahres" gewählt wurde. Ein Besuch der ersten Bühnenprobe.

Auf Zehenspitzen geht es zu den Vorbereitungen für die erste große Bühnenprobe. Auch für die Haupttänzer Polina Semionova und Alejandro Virelles heißt das: Aufwärmen, Dehnen, Strecken. Und das alles unter dem kritischen Blick von Intendant Johannes Öhmann.  

Alejandro Virelles, Tänzer
"Wir müssen vor allem Schauspielern und Mitdenken und uns alles behalten. Und es ist wirklich schwierig, sich das alles zu behalten. Das ist das Besondere an dieser Inszenierung."

Auf die richtige Vorbereitung kommt es an.

Alejandro Virelles, Tänzer
"Ich habe mich extra rasiert. Dann mache ich mich fertig, jetzt kommt das Make-Up, die Kostüme, ich wärme mich ein wenig auf."

"La Bayadère" handelt von der tragischen Liebe zwischen einer Tempeltänzerin und einem bereits vergebenen Krieger. Und der trägt natürlich edle Gewänder.

Alejandro Virelles, Tänzer
"Das hier ist mein Favorit. Das ist ziemlich cool. Sehr schön."

Anprobe bei der Primaballerina. Ausstatter Jérôme Kaplan schaut, ob auch alles sitzt.

Polina Semionova, Tänzerin

"Ich bin natürlich immer aufgeregt. Aber wenn alles so schnell geht, habe ich keine Zeit, das zu analysieren."

Bei der Premiere werden alle Augen auf sie, die "Bayadère", gerichtet sein. Das Bühnenbild, es ist eine Mischung aus exotischer Traumwelt und fantastischer Orientszenerie.

Jérôme Kaplan, Kostümdesigner und Bühnenbildner
"Am Ende des Balletts haben wir eine große Apotheose, ein Erdbeben, eines der anspruchvollsten Dinge."

Es wird trubelig hinter der Bühne, die Tänzerinnen und Tänzer nehmen ihre Positionen ein. Und dann geht es los, Punkt 18 Uhr.

Das Stück erzählt auch von der Tragik einer heimlichen Liebschaft. Lange geht sie nicht gut. Und so kommt es, wie es kommen muss: die "Bayadère" wird von ihrer Kontrahentin Gamzatti aus dem Verkehr gezogen.

Der Schlangenbiss sitzt, das Kostüm macht noch Probleme. Das merkt auch der Intendant.

Nach dem Tod der "Bayadère" - die Konkurrentin triumphiert. Zeit für eine Pause.

Yolanda Correa, Tänzerin
"Das Gebäude ist sehr traditionell. Die ganze Ausstattung hier bietet einen perfekten Rahmen für eine Produktion wie diese. Du brauchst diese Wärme, diese Seele und du brauchst Geschichte. Und so fühlen wir uns in dieser Produktion: wie bei einem Gang durch die Vergangenheit."

Das große Finale ist dramatisch, es kommt zu einem Erdbeben.

Johannes Öhmann, Intendant
"Es wird besser, aber wir müssen immer noch ein bisschen daran arbeiten. Aber die Produktion funktioniert genau so, wie wir uns das gewünscht haben, kein Zweifel. Das ist genau das historische Ballett, was wir brauchen."

Nach rund vier Stunden ist die Probe mit 133 Tänzerinnen und Tänzern zu Ende. Nun kommt die Premiere.


Autorin:  Karolin Krämer

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