Mitglieder des Kiezchor in Berlin singen im U-Bahnhof Schlesisches Tor (Quelle: rbb)
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- Berliner Kiezchor

Die Idee entsprang an einem feucht-fröhlichen Freitagabend: Drei Freunde saßen zusammen und sangen ihre Lieblingslieder aus den 80er und 90er Jahren. Warum nicht mit mehreren gemeinsam singen, fragten sie sich. Und so war die Idee für einen Kiezchor geboren.  

"Wir sind das Projekt Kiezchor. Wir kommen größtenteils aus Neukölln oder Kreuzberg..."
"Wir singen auf der Straße, da wo viele Menschen sind."

Johann Kruschwitz, Kiezchor
"Ich bin der Chorleiter vom Projekt Kiezchor. Ich arbeite eigentlich an der Charité als Hirnforscher. Das heißt: ich bin gar kein professioneller Chorleiter. 2013, da gab es so einen Abend, wo meine Freundin, ein Freund und ich zu tief in eine Flasche Tequila geschaut haben, und dann waren wir relativ betrunken und haben angefangen 80er, 90er Songs zu singen und dachten: ja, das ist doch total super."

Jasmin Franken, Kiezchor
"Ich bin Jasmin und ich singe Tenor hier im Chor als einzige Frau bei uns im Chor. Singen ist für mich so eine Art Therapie. Ich kann eine noch so stressige Woche oder einen stressigen Tag gehabt haben und komme dann hier her und singe und hinterher geht es mir auf jeden Fall besser."

Johannes Unteutsch, Kiezchor
"Ich finde heutzutage wird so wenig gemeinsam gesungen. Das geht so ein bisschen unter. Man hat immer so diese Musik aus dem Studio, die so perfekt ist."

Johann Kruschwitz, Kiezchor
"Bei uns ist eigentlich Spaß das Vordergründige. So würde ich auch den Chor beschreiben, ein großes Kollektiv von Freunden mittlerweile, die einfach zusammen singen und versuchen anderen Menschen damit Freude zu vermitteln."

Jasmin Franken, Kiezchor
"Weihnachtslieder singen wir tatsächlich nicht. Wir singen Popsongs. Klassiker aus der Zeit, in der wir geboren sind oder Kinder waren."


Johannes Unteutsch, Kiezchor 
"Was am im Chor singen so schön ist, man braucht kein Equipment. Man braucht bloß die Menschen und der Rest ergibt sich dann von allein."

Jasmin Franken, Kiezchor
"Ich glaube, das Schönste ist, wenn man so beim Auftritt ist und singt und dann merkt, dass im Publikum die Leute das gut finden und irgendwie ihr Lieblingslied aus den 80ern erkennen und anfangen mitzusingen und mitzugrooven."


Autorin: Charlotte Pollex

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