Probe von "Kabale und Liebe" im Hans Otto Theater (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

- Kulturnotizen

+ Max Raabe und das Palastorchester im Admiralspalast
+ "ZOO MOCKBA. Spielzeugtiere aus der Sowjetunion 1950 bis 1980"
+ "Kabale und Liebe" im Hans Otto Theater in Potsdam  

Die 20er Jahre sind zurück und Max Raabe liefert die Musik. Sein aktuelles Programm an einem passenden Spielort in Berlin.

Max Raabe, Sänger
"Der Admiralspalast ist für uns ein Geschenk, weil er ja in den 20er Jahren eröffnet hat als Theater und Revuepalast. Und wenn wir da spielen, ist es eigentlich immer so ein Heimspiel. Wir passen da genau rein. Es ist wie für uns gebaut, das ganze Haus."

Mit seinem Palastorchester gastiert er dort drei Wochen lang.

Künstler und Designer entwerfen Spielzeugtiere. In der Sowjetunion keine Seltenheit. Das Spielzeug ist jetzt in Mitte zu sehen, eine echte Weltneuheit:

Sebastian Köpcke, Kurator

"Eine Ausstellung wie diese hat es auch in Russland so noch nicht gegeben. Also, dem Spielzeugtier insbesondere hat man sich noch nicht zugewandt. Und außerhalb Russlands auch nicht."

Trotz des schicken Designs waren die Tiere in der UdSSR für jeden erschwinglich.

Schillers "Kabale und Liebe" neu inszeniert am Hans-Otto-Theater in Potsdam.

Szene aus "Kabale und Liebe"

"Wie sehr fürchte ich ihn, diesen Vater."
"Ich fürchte nichts. Nichts als die Grenzen deiner Liebe."


Doch das junge Paar mit dem Klassenunterschied sollte sich lieber in Acht nehmen. Gerade vor dem polternden Präsidenten, der durch Lügen seine Macht vergrößern will. Unübersehbare Parallelen zu heute.

Tobias Rott Regisseur
"Wenn man den Präsidenten sich anguckt, dann fällt einem natürlich Trump ein. Und dann fällt einem natürlich so eine Verhaltensweise ein. Und wie man sich Frauen gegenüber verhält oder wie man sich gegenüber Untergebenen verhält. Und ich weiß nicht, ich glaube, dass man die Parallelen ziehen kann, ohne dass wir ihm eine gelbe Perücke aufgesetzt haben."

Zeitlos eben, so ein Schiller.


Autor: Bastian Welte

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