"Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" in der Komischen Oper. (Bild: imago images/Martin Müller)
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- In der Hauptrolle: Emma, die Lokomotive

Eine besondere Herausforderung in der Umsetzung von "Jim Knopf" ist Emma, die Lokomotive. Sie fährt auf der Bühne von Lummerland in immer sagenhaftere Welten. Bei Konstrukteur Winand Sabelberg und seinem Technikteam steigt die Nervosität.

In einer knappen Stunde beginnt die erste Hauptprobe. Für die Techniker und Bühnenmitarbeiter ist es ein aufregender Moment, denn erst heute wird sich zeigen, ob das Bühnenbild auch funktioniert.

Lokomotive Emma ist dabei eine besondere Herausforderung. Konstrukteur Winand Sabelberg wirft noch einen Blick ins Innere und kontrolliert, ob alle Akkus aufgeladen sind.

Winand Sabelberg, Konstrukteur
"Die Lok ist im Wesentlichen mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Der ist zweigeteilt. Einmal haben wir die reine Fahrbewegung der Lok und zum anderen haben die Zierräder außen. Die können sich auch im Stand drehen. Auch wenn die Lok stillsteht, können wir den Fahreindruck erwecken."

Die schräge Bühne macht es Emma nicht gerade leicht.

Winand Sabelberg, Konstrukteur
"Das ist dann immer noch spannend, weil das gut gebremst sein muss, damit das nicht von alleine in Bewegung gerät. Dann muss sie natürlich auch den Anstieg wieder hochfahren können."

Wird alles so klappen, wie sie sich das vorgestellt haben? Ganz entspannt ist niemand. Jetzt müssen Technik, Requisite, Kostüm und Schauspiel auch miteinander funktionieren. Koordiniert wird das Ganze von Inspizient Axel Baer.

Axel Baer, Inspizient
"Jetzt hier ist natürlich Emma unsere Lokomotive ganz besonderes Augenmerk drauf, weil ich mein da stehen zwei Leute oben auf der Portalbrücke, die das Ding steuern, anfahren. Dann gibt es einen Kollegen auf der anderen Seite, der den Dampf bedient. Stellwerk bedient die Lichter. Ein Kollege hier steuert die Weiche, die auf den Gleisen rechts und links gestellt werden muss, je nachdem in welche Richtung sie fahren muss. Ja, es sind einige Leute dran."

Es geht los. Alles hört auf Axels Kommando. Doch es kommt, wie es kommen muss. Schon nach wenigen Minuten muss unterbrochen werden. Der Vorhang hängt. Also noch mal von vorne.

Und dann endlich: Emmas großer Auftritt. Doch auch sie will noch nicht so, wie sie muss. Emma hat die richtige Position eingenommen. Und die Komparsen warten auf Axels Zeichen, die Bühne zu betreten. Noch läuft nicht alles wie geplant – aber fürs Erste schon ganz gut. Axel Baer ist optimistisch.

Axel Baer, Inspizient
"Ja, ich denke so vier, fünf, sechs Mal braucht es schon, bis man jeden von der Technikbesatzung in Position hat und jeder das kennt und dass man
selber nicht mehr so mitkonzentriert sein muss, sondern weiß, dass die Leute die Erfahrung schon mal gemacht haben. Das entspannt ein bisschen."

Axel Baer und sein Team müssen noch einiges korrigieren. Auch an Wunderwerk Emma. Bis zur Premiere wird sie noch reichlich an Fahrt aufnehmen.

Autorin: Lilli Klinger

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