Sopranistin Alma Sadé (Bild: rbb)
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- Alma Sadé kann Jim Knopf und West Side Story

Die Sopranistin Alma Sadé singt in der Kinderoper "Jim Knopf" und auch die Maria in "West Side Story". Die Israelin kommt aus einer Schauspiel- und Gesangsfamilie in Tel Aviv und hat nun in der Komischen Oper Fuß gefasst.

Alma Sadé ist seit fünf Jahren Solistin im Ensemble der Komischen Oper. Sie kommt aus Israel, aus einer Künstlerfamilie. Das hat ihr ein wenig geholfen, trotzdem war ihr Weg zur Sängerin alles andere als vorherbestimmt.

Alma Sadé, Sopranistin
"Meine Oma war Opernsängerin, mein Opa war Opernsänger und irgendwann mit 17 hat mir meine Oma gesagt: 'Ah, hast du was drin, vielleicht das könnte was werden.' Das hatte ich immer im Kopf: Wenn ich etwas will, könnte es vielleicht was werden."

Seit zehn Jahren lebt sie in Deutschland und hat die Sprache gelernt. Davor hat sie in New York gelebt und ihr Gesangsstudium absolviert - weit weg von den berühmten Eltern in Tel Aviv. Ihr Vater, der ein Comedian ist, gibt letzte Tipps für ihren Auftritt am Abend.

Alma Sadé, Sopranistin
"Wir haben alle eine sehr enge Beziehung und wir sind sehr offene sensible Leute. Das ist ein sehr großer Vorteil, denn unser Kontakt, unsere Beziehung ist sehr nah. Das ist natürlich sehr toll."

Heute Abend ist Alma die Maria im Musical „West Side Story“. Zwei Stunden vor der Aufführung beginnt ihre Vorbereitungsroutine.

Johannes Dunz singt heute Abend den Toni. Sie verlieben sich ineinander. Nur noch eine Stunde bis zur Vorstellung.  

Alma Sadé, Sopranistin
"Wenn man auf der Bühne steht, kann man dem Publikum irgendwas geben: Spaß, Emotionen. Die kommen rein ins Theater und haben eine tolle Erfahrung und dann gehen die raus und die Welt ist ein bisschen schöner. Das ist das Bedeutungsvolle in unserem Beruf. Wenn ich auf der Bühne stehe, dann spüre ich das."

"West Side Story" ist heute Abend ausverkauft. Eine Liebesgeschichte, wie Romeo und Julia, nur im New York der 1950er Jahre. Maria verliebt sich in Toni, doch ihre Liebe wird durch die verfeindeten Jugendgangs bedroht.

Alma Sadé, Sopranistin
"Ich bin hier auch Ausländerin und es ist ein Stück über Ausländer, die an einem neuen Ort sind, und über einen Kampf zwischen Leuten, die denken, sie seien unterschiedlich, aber am Ende sind die gleich. Wir haben das überall in der Welt heutzutage. Leute suchen einen Ort, wo sie sich zu Hause fühlen können."

Alma Sadé lebt im Berliner Scheunenviertel gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. Wenn sie durch die Straßen geht, spürt sie den jüdischen Charme, der das Viertel einst so lebendig machte. Aber was ist dieser Charme? Alma erklärt es uns.

Alma Sadé, Sopranistin
"Tadah! Du siehst es hier. Ich bin jüdischer Charme. Ich glaube das ist eine super Antwort. Wie kann ich den jüdischen Charme beschreiben? Humorvoll. Auch wenn die Sachen traurig sind, sind sie liebevoll und lustig. Das ist schon sehr charmant."

Autorin: Vera Drude

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