Der Rundfunkchor singt in der JVA (Bild: rbb)
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- Der Rundfunkchor überrascht die JVA

Im letzten Jahr hat der Rundfunkchor Berlin mit Überraschungsauftritten für Gänsehautmomente gesorgt und in diesem Jahr geht es damit weiter. Sie überraschten unter anderem Mitarbeiter der JVA und der BVG.

Die Justizvollzugsanstalt in Moabit. Ein Ort, wo eigentlich keine Kameras hinkommen: Hier warten Menschen in Untersuchungshaft auf ihren Prozess. Bewacht von zahlreichen Justizvollzugsbeamten. Der Job ist hart: Stress, Grenzsituationen, Gewalt. Anerkennung gibt es kaum.

Heiko Möllendorf
"Insbesondere der Justizvollzug gerät ja immer nur in die Schlagzeilen, wenn’s negative Vorkommnisse gab. Ein positives Feedback für den Justizvollzug gibt es so gut wie nie."

Zwei Anwälte wissen um den stressigen Alltag und haben bei der Adventsaktion des rbb mitgemacht. Das Geschenk für die Mitarbeiter: ein Überraschungskonzert des Rundfunkchors Berlin.

Rüdiger Portius, Strafverteidiger
Wir haben uns gewünscht, dass der Rundfunkchor hier den Gefangenen eine etwas vorweihnachtliche Stimmung vermitteln kann und vor allem ein Dankeschön an die Bediensteten, die einen verdammt schweren Job verrichten, der kaum in der Öffentlichkeit beachtet wird."

Und dann singt einer der besten Chöre Deutschlands mitten in der JVA.

Während des Auftritts herrscht höchste Sicherheitsstufe. Die Inhaftierten bleiben in ihren Zellen und genießen dort die Musik. Besinnliche Weihnachtsstimmung in der JVA.

Robin Bülow
"War wirklich schön. Schöne Atmosphäre, gerade hier in diesem Raum."

Kinga Kubacka
"Ich fand es schön. Weil da sieht man so eine große Familie. Alle Kollegen versammeln sich und alle sind quasi füreinander da."

Uwe Grundwald-Delitz
"Die Überraschung bei den Kollegen, Kolleginnen war sehr groß und es war aus meiner Sicht ein Riesenerfolg."

Und auch der Ideengeber ist sehr zufrieden.  

Rüdiger Portius, Strafverteidiger
"Es war mucksmäuschenstill, also ich glaube für alle irgendwie überraschend. Als sie sich da aufgebaut haben und so ganz langsam wirklich ihre Musik gesungen haben. Wirklich ganz, ganz leise zunächst einmal. Und sie hatten trotzdem das Gefühl, es ist eine wahnsinnige Akustik. Dieser Chor in dieser Akustik wahrzunehmen und zu hören, ist wirklich unter die Haut gegangen."

Autor: Tomasz Kurioanowicz

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