- "Lein oder nicht Lein"

Ausstellung zur Geschichte einer Kulturpflanze

Kulturlein kann auf eine beeindruckende 8000-jährige Tradition zurückblicken.

Das aus zahlreichen Verarbeitungsschritten bestehende Verfahren, um aus harten Leinstängeln feinste Fäden herzustellen, war sowohl in Ägypten als auch in Europa bekannt. Im Laufe der Jahrtausende wurden zudem verschiedenste Werkzeuge für die Produktion von Flachsfasern und Leinenstoffen entwickelt.

Die Sonderausstellung widmet sich nicht nur dem aufwendigen Verarbeitungsprozess dieses Rohstoffs, sondern bietet auch Einblicke in das breite Verwendungsspektrum dieser über Jahrtausende aus dem Alltag der Menschen nicht wegzudenkenden Pflanze.

Neben archäologischen Funden, darunter steinzeitliche Netze, altägyptische Mumienbandagen sowie bronze- und eisenzeitliche Textilien, wird auf die Rolle von Lein in der Entwicklung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte beleuchtet.

Wann kam die Faserpflanze zum Einsatz, und wie gab sich ihre einstige Bedeutung in Traditionen und spirituellen Vorstellungen zu erkennen? Auch wird der Frage nachgegangen, warum Leinen von der Baumwolle abgelöst wurde.


Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr