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Fr 14.06.2019 - Lange Nacht der Religionen zeigt Vielfalt in Berlin

Zur 8. Langen Nacht der Religionen in Berlin präsentieren sich am Samstag mehr als einhundert verschiedene Religionsgemeinschaften.

Das Motto der Veranstatung lautet in diesem Jahr "Wasser des Lebens". Dazu hieß es, Wasser habe für alle vertretenen Religionsgemeinschaften spirituelle Bedeutung.

Von Samstagmittag bis in die Nacht hinein sind knapp 80 Veranstaltungen in Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempeln und an Orten der Besinnung geplant. Dabei wollen sich unter anderem Gruppen aus dem Christentum, islamische und jüdische Gruppen sowie buddhistische und hinduistische Gemeinschaften präsentieren. Vertreten sind auch Bahai, Sikhs, heidnische Gemeinschaften, Naturreligionen und acht interreligiöse Gruppen. Zum Auftakt soll Berlins Kultursenator Lederer auf dem Gendarmenmarkt ein Grußwort halten.

Auf dem Programm der Veranstaltung stehen Ausstellungen, Konzerte, Mediationen, Gottesdienste, Workshops und Vorträge. Allen Besuchern stünden die einladenden Gruppen und Gemeinden für Gespräche offen, hieß es. Unter anderem wollen Religionsvertreter Fragen beantworten, Rituale und Kleidervorschriften erklären oder auch über die Bedeutung von Religion diskutieren. Im Zentrum stünden zudem die gesellschaftlichen Beiträge von Kirchen und Religionen für mehr Zusammenhalt und Frieden in der Stadt.

Wie in den Vorjahren werden zur Langen Nacht der Religionen mehrere Tausend Besucher erwartet.

In Berlin gibt es Schätzungen zufolge rund 250 verschiedene Religionsgemeinschaften. Die Lange Nacht der Religionen ist Teil des religionsübergreifenden Berliner Dialogs der Religionen, der von der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten im Jahr 2011 initiiert wurde und seitdem von den Kirchen und Religionsgemeinschaften jährlich gestaltet wird. Das Land Berlin unterstützt die Veranstaltung mit rund 20.000 Euro.