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Fr 12.07.2019 - Hohenzollern fordern Kunstwerke und Wohnrecht

Die Hohenzollern mit Georg Friedrich Prinz von Preußen an der Spitze erheben Ansprüche auf hunderte, teils national bedeutsame Kunstwerke aus öffentlichen Museen Berlins und Brandenburgs.

Das berichtet der "Tagesspiegel" in seiner Samstags-Ausgabe. Der Zeitung liegen entsprechende Unterlagen über Vergleichsverhandlungen mit der öffentlichen Hand vor, die seit einigen Jahren unter strenger Vertraulichkeit laufen.

Danach erhoben die Hohenzollern jüngst noch weitere Forderungen, die für die öffentliche Hand unannehmbar sind. Dabei geht es etwa um Teile des früheren Hausarchivs, die Bibliothek der Preußenkönige und sogar um ein dauerhaftes unentgeltliches Wohnrecht im Potsdamer Schloss Cecilienhof.

In einem Brief nahm das Büro von Kulturstaatsministerin Grütters Stellung zu den Forderungen. Darin heisst es, es gebe keine geeignete Grundlage für erfolgsversprechende Verhandlungen.

Bislang war lediglich bekannt, dass das Haus Hohenzollern um  Rückgabe früherer Immobilien streitet oder um eine Entschädigung in Millionenhöhe für frühere Preußenschlösser, deren Rückgabe eindeutig ausgeschlossen ist.

Zuletzt hatte das Landgericht Koblenz eine Klage von Georg Friedrich Prinz von Preußen auf Rückgabe des Schlosses Rheinfels gegen das Land Rheinland Pfalz abgewiesen.