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Mi 31.07.2019 - Hermann Kesten-Preis für den Schriftsteller Philippe Lançon

Lançon ist Überlebender des Attentats auf das Pariser Satiremagazin "Charlie Hebdo" im Januar 2015. Er erhält den Preis wegen seines Eintretens für die Meinungsfreiheit.

Lançon hat seine Erinnerungen an das Attentat auch in seinem jüngst in deutscher Übersetzung erschienenen Buch "Der Fetzen" verarbeitet. Philippe Lançon setze sich in ergreifender Weise für
die Freiheit des Ausdrucks in Literatur, Musik und Kunst ein, sagte der Vizepräsident der Schriftstellervereinigung PEN, Ralf Nestmeyer. Schreiben lasse sich bei ihm als Akt des Widerstandes begreifen, als ein ermutigendes Signal auch für andere Autoren, das jede Leserin, jeden Leser ergreife und tief bewege.

Der mit 10.000 Euro dotierte Hermann Kesten-Preis wird vom deutschen PEN-Zentrum vergeben. Er würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Autorinnen und Autoren einsetzen unter ihnen Günter Grass, Anna Politkowskaja und Liu Xiaobo. Das Preisgeld übernimmt das hessische Kunstministerium. Die Auszeichnung wird am 7. November in Darmstadt verliehen.