Leipziger Schriftsteller Werner Heiduczek
Bild: dpa/Wolfgang Kluge

Di 30.07.2019 - Schriftsteller Werner Heiduczek mit 92 Jahren gestorben

Heiduczek gehörte zu den bekanntesten Schriftstellern der DDR. Er war Gründungsmitglied der Freien Akademie der Künste in Leipzig.

Heiduczek wurde 1926 in Oberschlesien im damaligen Hindenburg (heute: Zabrze) geboren. Nach seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer und Dozent am Leipziger Herder-Institut arbeitete er seit den 1960er Jahren als freischaffender Schriftsteller, seit 1972 in Leipzig. Heiduczek war auch Mitglied des PEN-Clubs sowie des Verbands Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS). 1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Auch mit dem Eichendorff-Literaturpreis 1995 der Stadt Wangen im Allgäu wurde er ausgezeichnet.

Zu seinen bekannten Werken zählen insbesondere der Kurzroman "Mark Aurel oder Ein Semester Zärtlichkeit" sowie "Die seltsamen Abenteuer des Parzival" nach Wolfram von Eschenbach. Der Roman "Tod am Meer" wurde 1978 ein Jahr nach seinem Erscheinen auf Veranlassung des damaligen sowjetischen Botschafters verboten. Nach der Wende erschien "Im gewöhnlichen Stalinismus. Meine unerlaubten Texte". Auch die Autobiografie "Die Schatten meiner Toten" erfuhr große Beachtung. Heiduczeks Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.