Walter-Serner-Preis

Mi 31.07.2019 - rbbKultur lobt den Walter-Serner-Preis 2019 aus

rbbKultur und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2019 aus.

Autorinnen und Autoren sind herzlich eingeladen, sich bis zum Oktober 2019 mit unveröffentlichten Kurzgeschichten über Hochstapler und Außenseiter in der erzählerischen Tradition Walter Serners zu bewerben, der nicht nur scharfsinnig hochzustapeln wusste, sondern sich in seinen Texten zugleich sprachmächtig und empathisch die halbseidenen Figuren der Großstadt vornahm.

Walter Serner wurde 1889 in Karlsbad geboren. Der Schriftsteller gilt als lite­rarisches Enfant terrible und brillanter sozialer Beobachter. Der Jurist jüdischer Herkunft machte sich vor allem durch seine Kriminalgrotesken einen Namen. Seit Ende der 1930er Jahre lebte er als Lehrer in Prag. 1942 wurde er mit seiner Frau ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, von dort weiter in den Wald von Biíernieki bei Riga. Dort wurden Walter und Dorothea Serner im August 1942 erschossen.

Die eingereichten Kurzgeschichten in 2-facher Ausführung dürfen nicht länger als sieben Seiten lang sein. Der Name der Autorin bzw. des Autors und eine Kurzbiographie sollten auf einem beigefügten Blatt vermerkt sein, nicht auf dem Manuskript.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird Anfang Dezember verliehen. Die Gewinnergeschichte wird von rbbKultur aufgezeichnet und im Programm gesendet. Einsendeschluss ist Freitag, 11. Oktober 2019. Einsendungen an: rbbKultur, Stichwort: Walter-Serner-Preis, Masurenallee 8-14 in 14057 Berlin

Über die Gewinnerinnen und Gewinner entscheiden die fünf Jurymitglieder Nadine Kreuzahler und Anne-Dore Krohn vom rbb, Janika Gelinek und Sonja Longolius vom Literaturhaus Berlin sowie als Gastjuror der Schriftsteller Abbas Khider.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderen: Christina Griebel, Silke Schütze, Michael Kumpfmüller, David Wagner und Isabella Straub.