Der im Original erhaltene Schriftzug "Ausreise" am sogenannten Tränenpalast, der einstigen Grenzübergangsstelle zu Westberlin am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin, aufgenommen am 08.09.2011; Foto: Andreas Engelhardt.
Bild: dpa/ Andreas Engelhardt

Di 27.08.2019 - Geschichtenband über Ausreise aus der DDR

Im Berliner Tränenpalast ist am Abend die Buchpremiere der Sammlung "Ständige Ausreise. Schwierige Wege aus der DDR" gefeiert worden.

Darin erzählen Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland von Menschen, die per Ausreiseantrag die DDR verlassen haben, wie der Berliner Ch. Links Verlag mitteilte.
Geschildert werden die Motive für das Verlassen der DDR und das Leben zwischen Antragstellung und Ausreise. Herausgeber sind die RBB-Journalistin Jana Göbel und der "Tagesspiegel"-Korrespondent Matthias Meisner.  

Bis 1989 haben offiziellen Angaben zufolge fast 400.000 Menschen die DDR per Ausreiseantrag verlassen. Doch wer einen Ausreiseantrag gestellt und die "Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR" beantragt hatte, musste sich auf eine harte Zeit einstellen. Oft seien Ausreisewillige wie Verräter behandelt worden, hieß es, nicht nur von Behörden, oft auch von Vorgesetzten, Kollegen und sogar von Familienmitgliedern.

Der sogenannte Tränenpalast war zwischen 1961 und 1989 die Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße in Ostberlin.