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Do. 15.08.2019 - Grütters sieht Freiheit der Kunst durch Rechtspopulismus bedroht

Je schärfer der Wind der Globalisierung wehe, desto mehr erstarkten rechtspopulistische Bewegungen in Europa, auch in Deutschland, sagte die Kulturstaatsministerin.

Presse- und Meinungsfreiheit, Unabhängigkeit der Justiz und die Freiheit der Kunst seien heute nicht mehr überall in Europa garantiert, sondern bedroht. Dabei könne gerade die Kunst eine wichtige Aufgabe bei der Suche nach Heimat und Identitätsstiftung übernehmen. Die Vielfalt der Kultur, die Europa biete, empfinde sie als Bereicherung, sagte Grütters weiter. Anderen mache diese Vielfältigkeit Angst. "Daher bleibt Vielfalt eine Herausforderung", sagte die Kulturstaatsministerin in ihrem Vortrag im Münsteraner Dom.

Grütters betonte die Notwendigkeit einer Erinnerungskultur und warb für lebendige Orte der Verständigung, an denen Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit gelebt würden. Dabei falle der Kunst eine bedeutende Aufgabe zu. "Kunst kann eine gemeinsame Sprache schaffen", erklärte die Ministerin. Der Vortrag war Teil der einer Veranstaltungsreihe des Bistums Münster unter dem Motto "Warum ich Europäer bin".