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Mi 14.08.2019 - Kulturrat fordert Masterplan für Kulturfrequenzen

Funkfrequenzen müssen für Medien und Kultur dauerhaft erhalten werden, fordert der Deutsche Kulturrat. Sie dürfen nicht dem Mobilfunk geopfert werden.

Bei der Weltfunkkonferenz im November in Ägypten könnten weitere Rundfunk- und Kulturfrequenzen für den Mobilfunk geöffnet werden, warnt der Kulturrat. Mit einer Öffnung des 600 MHz-Bandes für mobile Breitbanddienste würden diese Frequenzen für Veranstalter aus der Kulturwirtschaft nicht mehr zur Verfügung stehen, hieß es. Für Theater, Orchester und andere Veranstalter seien Funkmikrofone aber unverzichtbar.

Es geht um das Frequenzband zwischen 470 und 694 MHz, das derzeit für TV und Radio sowie Funkmikrofone genutzt wird, die in der Kultur- und Kreativwirtschaft von hoher Bedeutung sind.

Der Deutsche Kulturrat begrüßt einen Antrag der FDP im Bundestag, Funkfrequenzen für Medien und Kultur dauerhaft zu erhalten. Laut Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann seien bereits die Hälfte der Frequenzen durch die Versteigerung an den Mobilfunk verloren gegangen. Er forderte von der Bundesregierung einen Masterplan, damit geeignete Frequenzbereiche in ausreichender Anzahl dauerhaft für den Kulturbereich zur Verfügung gestellt werden.