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Mo 12.08.2019 - Lasker-Schüler-Handschriften kommen nach Marbach

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat eine bisher der Forschung unbekannte Sammlung von Schriftstücken der deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) erworben.

Die meisten Stücke stammten aus dem Besitz des Verlegers, Kunsthistorikers und Schriftstellers Franz Glück (1899-1981), dessen umfangreiche Bibliothek sich bereits seit 1982 in Marbach befindet, teilte das Literaturarchiv am Montag mit.

Bei den Autographen handelt es sich um Briefe, Postkarten sowie ein Telegramm an Glück und einen 105-seitigen Fahnenabzug mit dem Titel "Konzert". Auch Briefe von Schalom Ben-Chorin, Friedrich Traugott Gubler und Manfred Sturmann an den Verleger Glück befinden sich darunter. Das neuerworbene Konvolut ergänze im Deutschen Literaturarchiv eine umfangreiche Sammlung von Autographen Lasker-Schülers, so das Literaturarchiv.

Lasker-Schüler gilt als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus in der Literatur. Die Sammlung konnte durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg erworben werden.