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Do. 15.08.2019 - "Lucerne Festival" in diesem Jahr zum Thema "Macht"

Der 90-jährige Dirigent Bernard Haitink hat zudem seinen Rückzug von der Bühne angekündigt.

Der Niederländer hat dies aber als "Sabbatical", eine Schaffenspause, bezeichnet. Er habe keine Lust auf offizielle Abschiede, erklärte er der Zeitung "De Volkskrant". "Aber es ist eine Tatsache, dass ich nicht mehr dirigieren werde", sagte er. Haitink wird in Luzern mit den Wiener Philharmonikern unter anderem die 7. Sinfonie von Bruckner spielen.

"Musik kann der Macht huldigen oder gegen sie aufbegehren", schreiben die Veranstalter des Festivals. "Aber sie verfügt auch selbst über eine beträchtliche Wirkung, kann agitieren und manipulieren, trösten und euphorisieren." Um politische, erotische und psychologische Macht geht es auch in dem Mozart-Da-Ponte-Zyklus mit den drei Opern "Le nozze di Figaro", "Don Giovanni" und "Così fan tutte" unter der Leitung von Dirigent Teodor Currentzis. Der Schweizer Pionier elektronischer Musik, Thomas Kessler, beleuchtet das Thema Machtverhältnisse innerhalb eines Orchesters, indem er den Musiker*innen beim Stück Utopia III die Möglichkeit gibt, selbst die elektronischen Klangmodulationen ihres Spiels zu steuern.

Das Festival im schweizerischen Luzern am Vierwaldstättersee wartet vom 16. August bis 15. September mit mehr als hundert teilweise kostenlosen Konzerten auf. Im Juli hatte die Festivalleitung vor Webseiten gewarnt, die Tickets zu den Konzerten zu völlig überhöhten Preisen anbieten.