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Di 06.08.2019 - Mozarts c-Moll-Messe in rekonstruierter Fassung präsentiert

Zu den Salzburger Festspielen legte die Stiftung Mozarteum eine vervollständigte Neuausgabe dieses nur fragmentarisch überlieferten Meisterwerks vor.

Dabei wurden die fehlenden Teile nicht neu komponiert. Nur der überlieferte Bestand der Quellen war Grundlage de Restaurierung. Mozart hatte die c-Moll-Messe offenbar als Dankmesse für die Genesung seiner zukünftigen Frau Constanze komponiert. Das Werk wurde im Herbst 1783 in der Stiftskirche St. Peter in Salzburg in unvollständiger Form erstmals gespielt. Aus welchem Grund Mozart das Werk nicht vollendete, sei nicht bekannt, sagte Ulrich Leisinger, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Mozarteum, der die Neuausgabe nach mehrjährigen Forschungen realisiert hat.

Bei der Erstaufführung sang Constanze, eine begabte Amateursängerin, an der Seite eines Profi-Kastraten der Hofkapelle eine der beiden Sopranstimmen. Dies war äußerst ungewöhnlich, denn Frauen war es zu damaliger Zeit verboten, in der Kirche zu singen. Offenbar hatte der Erzbischof aber seine Einwilligung gegeben.

In Mozarts Originalpartitur der c-Moll-Messe erhalten sind nur das "Kyrie" und "Gloria", also die ersten beiden Teile des katholischen Messordinariums. Für zwei Teilsätze des folgenden "Credo" hatte der Komponist nur die Vokalpartien, den instrumentalen Bass und die wichtigsten Instrumentalstimmen notiert. Durch Vergleiche mit anderen Werken Mozarts und seiner Kollegen wurden unter anderem die fehlenden Pauken und Trompeten am Beginn des "Credo" ergänzt. Für die Sopranarie "Et incarnatus est" habe eine ähnliche Arie aus Mozarts Oper "Le nozze di Figaro" Anhaltspunkte geliefert, sagte Leisinger.