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Di 13.08.2019 - Prominente entwickeln Alternativkonzept für den Checkpoint Charlie

Initiator ist der frühere Berliner Kultursenatorr Tim Renner

Am Wochenende veranstaltete er einen Kreativ-Workshop mit 12 Kunst- und Kulturschaffenden, unter anderen Dimitri Hegemann (Ex-Tresor), Jochen Sandig (Ex-Tacheles), Annemie Vanackere (HAU Hebbel am Ufer), und Architekt Daniel Libeskind. Den Vorwurf, die Alternativvorschläge für die Gestaltung des Checkpoint Charlie kämen zu spät, wies Renner im rbb zurück. Die Einspruchsfrist gegen die Pläne des Senats ende am 21. August. Man liege also gut in der Zeit.

Renner kritisierte, dem Bebauungsplan des Senats mit Wohn- und Geschäftshäusern und einem Museum des Kalten Krieges fehle eine Idee für diesen historischen Ort. Um dessen Bedeutung deutlich zu machen, müsse es eine viel größere Freifläche geben als derzeit geplant. Um die zukünftige Gestaltung des Areals streiten sich der Investor "Trockland" und der Berliner Senat. Die Kritik, dass der Workshop möglicherweise nicht unabhängig gewesen sei, weil er von "Trockland" maßgeblich mitfinanziert worden sei, wies Renner ebenfalls zurück. Dem Investor habe er deutlich gemacht, dass der Workshop ergebnisoffen sei und sogar die Idee einer Nichtbebauung dabei rauskommen könnte.