Kulturnachrichten; © rbbKultur

Fr 16.08.2019 - Senat will Verkehrschaos auf Museumsinsel beenden

Die Berliner Senatsverwaltung für Verkehr will das Verkehrschaos auf der Museumsinsel beseitigen. Man arbeite an einem Konzept, hieß es von einem Sprecher. Konkrete Pläne sollen im Herbst vorgestellt werden.

Die Interessengemeinschaft Kultur und Bildung Spreeinsel hatte zuvor ein neues Verkehrskonzept gefordert. Sie sieht den Weltkulturerbestatus der Museumsinsel durch den steigenden Busverkehr gefährdet.

Möglich sei es, die Museumsinsel künftig für Touristenbusse zu sperren und bis August nächsten Jahres in der Rathausstraße zwischen Spandauer Straße und Poststraße Bushalteplätze einzurichten. Dort könnten Touristenbusse halten, Gäste aussteigen lassen und danach in der Umgebung parken. Die Bodestraße auf der Museumsinsel solle dann vollständig für den Straßenverkehr gesperrt werden, die Straße am Lustgarten zu Teilen.

Zu der Interessengemeinschaft gehören unter anderem die fünf Häuser der Museumsinsel, der Berliner Dom, die Zentral- und Landesbibliothek sowie das künftige Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss. Allein dieses neue Ausstellungs- und Begegnungszentrum erwartet vom Jahr 2020 an jährlich rund drei Millionen Gäste.

Die Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel in Berlin-Mitte wurde 1999 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen. Sie besteht aus dem Alten Museum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie, dem Bode-Museum und dem Pergamonmuseum und ist besonders bei Touristen sehr beliebt. Erst im Juli eröffnete die James-Simon-Galerie als neues Besucherzentrum.