Die Plastik des Buxtehuder Bulle; Foto: Kerstin Lorenz/dpa
Bild: dpa/ Kerstin Lorenz

Mi 04.09.2019 - Amy Giles gewinnt Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle"

Die US-amerikanische Schriftstellerin wird für ihren Roman "Jetzt ist alles, was wir haben" ausgezeichnet.

Das Buch erzählt die Geschichte der Schülerin Hadley, die darauf getrimmt ist, immer und überall die Beste zu sein: in der Schule, beim Sport, in der Familie. Nur so kann sie ihren Vater bei Laune halten. Doch hinter der makellosen Fassade der Familie verbirgt sich ein dunkles Geheimnis: Der Vater ist unberechenbar, und Hadley tut alles, um ihre kleine Schwester vor ihm zu schützen. Eines Tages tritt Charlie in ihr Leben, und zwischen den beiden entwickelt sich eine intensive Beziehung. Unterdessen eskaliert daheim die Gewalt.

Amy Giles ist hauptberuflich Werbetexterin und schreibt zugleich oft für und über Teenager. Das Buch "Jetzt ist alles, was wir haben" ist ihr Romandebüt.

Eine mit elf Jugendlichen und elf Erwachsenen besetzte Jury entschied sich in Buxtehude bei Hamburg für dieses Buch. Die mit 5.000 Euro und einer Stahlplastik in Form eines Bullen dotierte Auszeichnung soll der Autorin zum Ende des Jahres übergeben werden. Der Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann hatte die Auszeichnung ins Leben gerufen, die mittlerweile zu den bedeutendsten deutschen Jugendliteraturpreisen zählt. 1981 übernahm die Stadt Buxtehude die Trägerschaft. Für den Namen des Preises stand der friedfertige Stier Ferdinand aus dem zuerst 1936 publizierten Buch "The Story of Ferdinand" des us-amerikanischen Autors und Kinderbuch-Illustrators Munro Leaf (1905-1976) Pate.