Das Futurium Berlin an der Alexanderstrasse; Foto: Spremberg
Bild: dpa/ Spremberg/ chromorange

Do 05.09.2019 - Berliner "Futurium" öffnet seine Tore

Im Berliner Regierungsviertel beschäftigt sich künftig ein neues Museum mit Fragen und Herausforderungen der Zukunft.

Auf mehr als 3.000 Quadratmetern will das "Futurium" Zukunftsräume erlebbar machen, wie die Organisatoren in Berlin mitteilten. Dabei sollen Besucher*innen Zukunftsentwürfe aus unterschiedlichen Lebensbereichen entdecken können. Der Eintritt in das neue Museum soll bis Ende 2022 frei sein.

Die "eine'" Zukunft gebe es nicht, betonte Ausstellungsleiterin Gabriele Zipf. Es seien so viele mögliche Zukünfte denkbar, wie Menschen auf dieser Erde von morgen und übermorgen träumten. In der Ausstellung würden deshalb keine fertigen Zukunftsszenarien für die Welt von morgen gezeigt, sondern Bausteine "für viele mögliche Zukünfte" geboten, sagte Zipf. In einem Zukunftslabor mit Veranstaltungsraum hätten alle Besucher*innen die Möglichkeit, im Austausch mit anderen an ihren Ideen zu arbeiten und sie weiter zu konkretisieren, sagte der Zukunftsforscher und Leiter des Labs, David Weigend, in einem rbbKultur-Gespräch. Hier würden auch immer wieder Wissenschaftler*innen zu Zukunftsfragen eingeladen werden.

Die Errichtung des "Futuriums" war 2010 vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht worden. Der 65 Millionen Euro teure Bau wurde 2017 mit neun Monaten Verzögerung fertiggestellt. Das Budget, das bei etwa 18 Millionen Euro jährlich liegt, trägt zum Großteil das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Ausstellung will sich mit den fünf Themen Ernährung, Gesundheit, Energie, Arbeit und Leben in Städten befassen. Dabei seien in den drei großen Denkräumen Mensch, Natur und Technik unterschiedliche Möglichkeiten zu entdecken, wie Zukunft gestaltet werden könne.