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Do 05.09.2019 - "Der zweite Blick" im Berliner Bode Museum

Eine neue Ausstellungsreihe befasst sich ganz anders mit den bedeutenden Skulpturbeständen des Museums.

Die Besucher*innen werden auf thematischen Routen angeregt, die Kunstschätze der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst neu und anders zu entdecken. In einem ersten Teil unter dem Motto "Spielarten der Liebe", werfen die Kurator*innen in Kooperation mit dem Schwulen Museum*, einen anderen Blick auf Werke, die sich mit der Vielfalt sexueller Identitäten befassen. Das Bode-Museum mit seinen Skulpturen sei vor allem ein Museum des Menschen, heißt es in der Ankündigung. Keine andere Kunstgattung bilde ihn in seiner physischen Erscheinung, seiner körperlichen Präsenz und seinem individuellen Aussehen so charakteristisch ab.

Fünf thematische, die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst umspannende Routen zeigen, "dass aktuelle LGBTQI*-Themen (englisch für: lesbian, gay, bisexual, transexual, intersexual, queer) in der Kunstgeschichte stets präsent waren, wenngleich sie oftmals übersehen oder ignoriert wurden, und dass mit sexuellen Identitäten in verschiedenen Epochen und gesellschaftlichen Kontexten unterschiedlich umgegangen wurde."

Die Ausstellung wird heute Abend ab 18 Uhr mit einer Performance des in Berlin gegründeten Kollektivs "Iconic House of Saint Laurent" eröffnet.