09.09.2019, Berlin: Rabbiner Andreas Nachama steht mit Blumen und Urkunde nach der Verleihung der Moses Mendelssohn Medaille für die Fotografen auf einer Bühne.. Foto: Paul Zinken/dpa
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Di 10.09.2019 - Moses-Mendelssohn-Medaille an Andreas Nachama verliehen

Als "Lehrmeister der Toleranz und Verständigung" hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Historiker und Rabbiner Andreas Nachama gewürdigt.

Unaufgeregt und nicht alarmistisch setze sich Nachama gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus ein, sagte Grütters bei der Verleihung der Moses-Mendelsohn-Medaille in Berlin. Nachama sei ein Vorbild des respektvollen und wertschätzenden Miteinanderredens.

Nachama leitet seit 1994 das NS-Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, er geht zum Jahresende in den Ruhestand. Seit 2016 ist er zudem jüdischer Vorsitzender des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Seit 1993 wird die Moses-Mendelssohn-Medaille an Persönlichkeiten verliehen, die sich im Sinne des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn für Toleranz und Völkerverständigung engagieren. Preisträger früherer Jahre sind unter anderem der Dirigent Daniel Barenboim, die Verlegerin Friede Springer und die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch.