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Do 05.09.2019 - Umstrittenes Glockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche ist stumm

Dies sei eine gemeinsame Entscheidung der Landeshauptstadt und der Stiftung Garnisonkirche Potsdam gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt.

Erst Mitte August hatten Kunstschaffende, Wissenschaftler*innen und Architekt*innen in einem Offenen Brief den Abriss des 1991 von der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel aus Iserlohn gestifteten Ensembles mit seinen "revisionistischen, rechtsradikalen und militaristischen Widmungen" gefordert.  Nach Abschaltung soll der wissenschaftliche Beirat der Stiftung die Inschriften an dem Glockenspiel prüfen. Danach werde öffentlich der weitere Umgang mit dem Glockenspiel diskutiert. Die Prüfung sei jedoch keine direkte Reaktion auf das Schreiben, das auch an Bundespräsident Steinmeier und Brandenburgs Ministerpräsident Woidke ging, betonte der Sprecher.

Der Turm der Garnisonkirche wird derzeit wieder aufgebaut. Die DDR-Führung hatte das Gotteshaus 1968 sprengen lassen. Die Stiftung will im Neubau den Geist der Versöhnung und des Friedens pflegen. Kritiker*innen erinnern auch an den "Tag von Potsdam", als am 21. März 1933 Reichspräsident Hindenburg dem neuen Reichskanzler Hitler vor der Garnisonkirche die Hand reichte.