Armin Wolf, Arndt Ginzel und Gerald Gerber (v.l n.r.); Foto: dpa/ Sebastian Willnow
Bild: dpa/ Sebastian Willnow

Mi 09.10.2019 - Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019 vergeben

In Leipzig nahmen gestern Abend der österreichische TV-Moderator Armin Wolf sowie der Investigativjournalist Arndt Ginzel und sein Kameramann Gerald Gerber die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen.

Armin Wolf, der auch stellvertretender Chefredakteur des Österreichischen Rundfunks ist, wurde mehrfach von der rechten FPÖ attackiert. Für große Aufmerksamkeit sorgte ein Fernsehinterview mit dem FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky. Wegen seiner kritischen Fragen wurde Wolf von der Partei bezichtigt, Lügen zu verbreiten. Fernsehzuschauern in Deutschland ist er durch die Nachrichtensendung "ZiB" des ORF bekannt, die er moderiert.

Arndt Ginzel und Gerald Gerber wurden bundesweit bekannt, als sie im vergangenen Jahr in Dresden bei einer Pegida-Demonstration von einem Teilnehmer angegangen und anschließend langwierig von der Polizei kontrolliert wurden, so dass sie in ihrer Berichterstattung behindert wurden.

Der Preis wird seit 2001 jährlich von der Medienstiftung der Leipziger Sparkasse vergeben. In der Begründung heißt es: "Unsere Preisträger stehen für eine Tradition kritischer journalistischer Arbeit, die für unsere Demokratie unverzichtbar ist." Der Preis soll zugleich die Erinnerung an die friedliche Revolution in Leipzig wachhalten. Damals forderten die Demonstranten "eine freie Presse für ein freies Land".