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Fr 08.11.2019 - Mehrwertsteuer auf digitale Publikationen sinkt

Für E-Books und elektronische Ausgaben von Zeitungen und Magazinen soll bald derselbe Mehrwertsteuersatz gelten wie für gedruckte Medien.

Kultur-Staatsministerin Grütters begrüßte die Entscheidung. Es sei wichtig, dass alle Bücher, Zeitungen und Zeitschriften steuerlich gleich behandelt werden, egal ob sie auf Papier oder in elektronischer Form erscheinen.

Auch der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger lobte die damit nun hergestellte steuerliche Gleichbehandlung elektronischer und gedruckter Presseprodukte. Mit dieser Entscheidung stärke der Bundestag die freie und vielfältige Presselandschaft, so der Verband. Besonders begrüßt wurde, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz künftig auch für Apps, Websites und Datenbanken mit Pressepublikationen gelten soll.

In Deutschland gilt für gedruckte Presseerzeugnisse der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent, für digitale Ausgaben musste bislang der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gezahlt werden. Der Bundesrat muss dem Beschluss des Bundestages noch zustimmen.