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Di 12.11.2019 - Provenienzforschung ist nicht nachhaltig

Museumsexpert*innen und Kunsthistoriker*innen haben eine oft prekäre wirtschaftliche Situation der Provenienzforschung kritisiert. Der Großteil der Forschungsarbeit werde noch immer über kurzfristige Projekte realisiert.

Eine nachhaltige Arbeit könne so nicht gewährleistet werden, sagten Meike Hopp und Carolin Lange aus dem Vorstand des Arbeitskreises Provenienzforschung heute auf ihrer Jahrestagung in Düsseldorf. Das Forschungsgebiet widmet sich der Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern, die im Zuge der NS- und Kolonialzeit ihren ursprünglichen Besitzern oder Standorten entzogen wurden.

Auf der Tagung tauschen sich bis Mittwoch mehr als 290 Forscherinnen und Forscher aus Europa und den USA aus. Neben Forschungsergebnissen und Projekten im Bereich der NS-Verfolgung werden auch Erkenntnisse zum kolonialen Erbe präsentiert und diskutiert.

Die nordrhein-westfälische Kulturministerin Isabell Pfeiffer-Poensgen sieht eine wachsende Bereitschaft zur Aufklärung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter in Deutschland. Zudem würden Professionalisierung und Akademisierung in dem Bereich vorangetrieben.