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Di 03.12.2019 - Cassens-Preis für Debütroman geht an Emanuel Maeß

Der Autor wird für sein im Frühjahr erschienenes Werk "Gelenke des Lichts" ausgezeichnet, wie das Literaturhaus Hamburg mitteilte.

Es handele sich um "ein in hohem Maße außergewöhnliches und mutiges Buch", das sich überzeitlichen politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen widme und auch sprachlich hervorsteche, begründete die ehrenamtliche Leserjury ihre Wahl. "Gelenke des Lichts" handelt von der unerfüllten Liebe eines Pfarrerssohns, der 1989 als Elfjähriger auf Usedom ein Mädchen entdeckt. Diese Begegnung lässt ihn nicht mehr los, auch nicht als er aus der ostdeutschen Provinz zum Studium nach Heidelberg, schließlich nach Cambridge und Soglio geht. Sie gibt dem Ich-Erzähler immer wieder Antrieb zu neuer Sinnsuche.

Emanuel Maeß wurde 1977 in Jena geboren und studierte Politologie und Literaturwissenschaft in Heidelberg, Wien und Oxford. Er lebt in Berlin.

Der Mara-Cassens-Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und damit laut Angaben der höchstdotierte Preis für einen deutschsprachigen Debütroman. Er wird seit 1970 verliehen und ist nach seiner 2015 verstorbenen Stifterin benannt. Sie habe es Autor*innen ermöglichen wollen, sich nach ihrem Erstlingswerk weiterhin voll und ganz dem Schreiben zu widmen.