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Mo 02.12.2019 - Zahl der Spender*innen in Deutschland sinkt weiter

Insgesamt sei das Spendenvolumen von Januar bis September 2019 mit 3,3 Milliarden Euro aber stabil geblieben, so der Spendenrat.

Von Januar bis September 2019 waren es rund 15,7 Millionen Menschen, die spendeten. Laut Deutschem Spendenrat, der seine Ergebnisse in Berlin präsentierte, sind dies im Vergleich zum Vorjahr 700.000 Personen weniger. Damit ist die Zahl der Spender*innen auf dem niedrigsten Wert seit 2005. Die Prognose für das Gesamtjahr 2019 sei dennoch gut. Die durchschnittliche Spende lag bei etwa 35 Euro. 2008 lag dieser Wert lediglich bei 28 Euro.
Das heißt weniger Spender*innen schultern fast den gleichen Betrag wie 2018. Besonders Menschen, die 70 Jahre oder älter sind, zeigen sich wohltätig: In dieser Altersklasse liegt die Spende mit 235 Euro deutlich höher. Ihr Anteil am gesamten Spendenaufkommen liegt bei 43 Prozent (1,3 Milliarden Euro). Menschen in Deutschland spenden etwa sechsmal im Jahr.


Den Hauptanteil der Spenden stellt demnach mit 75,3 Prozent wie im vergangenen Jahr
die humanitäre Hilfe, dort maßgeblich die Not- und Katastrophenhilfe. Die langfristige Entwicklungshilfe habe hingegen Spendenrückgänge hinnehmen müssen.

Der Fokus der Spender*inne liegt vermehrt auf internationalen Projekten. So ging laut Spendenrat etwa 38,1 Prozent des Geldes an Organisationen, die sich weltweit engagierten. Das gespendete Geld konzentriert sich häufiger auf die "großen Player". Fast ein Drittel geht an die "Top 25"-Organisationen. Darunter Ärzte ohne Grenzen und der Bundesverband Lebenshilfe. Insgesamt spricht der Spendenrat bei den Spenden an konfessionelle Organisationen von einer "zaghaften Trendumkehr": Allerdings lägen Zugewinne allein bei evangelischen Organisationen, während der Anteil
der großen Kirchen und ihrer Hilfswerke ebenfalls weiter zurückging - von mehr als 27 auf rund 23,7 Prozent. Davon entfielen 11,1 Prozent auf katholische und 12,6 Prozent auf evangelische Organisationen.

Auch die Zuwendungen für Geflüchtete gingen zurück. Mit etwa 188 Millionen Euro machten sie anders als in den vergangenen Jahren nur noch etwa sechs Prozent der Gesamtspenden aus. Die Durschnittspende für Flüchtlingshilfe sank im Vergleich zum Vorjahr von 54 auf 37 Euro.