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Fr 27.12.2019 - Streik für mehr Geld in Potsdamer und Berliner Schlössern

Mit einem Warnstreik vor dem Neuen Palais im Potsdamer Park Sanssouci und vor dem Berliner Schloss Charlottenburg haben Mitarbeiter der Schlösserstiftung für die Aufnahme von Tarifverhandlungen demonstriert.

Vor beiden Schlössern hätten sich am Donnerstagvormittag insgesamt rund 50 Beschäftigte an der Aktion beteiligt, berichtete die Verhandlungsführerin der Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Andrea Germanus.

Nach Angaben von Stiftungssprecher Frank Kallensee blieben am Donnerstag das Neue Palais, das Potsdamer Jagdschloss Glienicke und das Schloss Königs Wusterhausen geschlossen. Das Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten sei am Mittag wieder geöffnet worden.

Verdi bemüht sich nach eigenen Angaben seit einem halben Jahr vergeblich, Tarifverhandlungen mit der Geschäftsführung der Fridericus Service Gesellschaft (FSG) der Schlösserstiftung aufzunehmen. Eine Vielzahl der Beschäftigten sei nur geringfügig mit Stundenverträgen angestellt, kritisierte Germanus. Dies gelte etwa für Schlossführer, Museumswärter und Kassierer. Es gebe zahlreiche Befristungen und Saisonverträge. Für die Beschäftigten im Besucherservice der Schlösser gelte seit 2006 kein Tarifvertrag mehr.

Dem widersprach Kallensee: Die Mitarbeiter des Besucherservice seien in dem Tarifvertrag des Sicherheitsgewerbes eingruppiert, der noch bis Ende kommenden Jahres laufe. Mit Zulagen erhält ein Schlossführer einen Stundenlohn von etwa 15 Euro, das sei sicher kein Niedriglohn, meinte er. Die Gewerkschaft fordert dagegen die Eingruppierung der Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für die Länder.