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Mi 15.01.2020 - Abraham-Geiger-Preis 2020 geht an Christian Stückl

Der Spielleiter der Passionsspiele in Oberammergau, erhält die Auszeichnung für seine Inszenierungen "weg von christlichem Judenhass hin zu einer ausgewogenen Darstellung innerjüdischer Konflikte".

Das teilte das Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam mit. Stückl habe einer wichtigen Botschaft Gewicht verliehen: "Dass wir in unserem Land gegen Rassismus und Antisemitismus eintreten müssen, um eine pluralistische Gesellschaft zu sichern", begründete die Jury die Entscheidung. Der Regisseur bekommt den Preis am 13. Mai in Oberammergau. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Benannt ist der Preis nach dem Vordenker des liberalen Judentums, Abraham Geiger (1810-1874). Die Auszeichnung würdigt "Persönlichkeiten, die sich um den Pluralismus verdient gemacht haben und sich für Offenheit, Mut, Toleranz und Gedankenfreiheit einsetzen".