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Fr 03.01.2020 - Brandenburgisches Staatsorchester erinnert an Weltkriegsende

Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt widmet dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren zwei besondere Veranstaltungen.

Das Orchester will im Frühjahr Schostakowitschs "Leningrader Sinfonie" auf den Seelower Höhen und das weitgehend in Vergessenheit geratene Oratorium "Ruth" von Georg Schumann spielen. Das Orchester erklärte, damit sollten Zeichen der Mahnung und Versöhnung gesetzt werden.

Georg Schumann hatte sein Oratorium in der NS-Zeit umschreiben und ihm einen neuen Titel geben müssen. Später stellte Schumann die alte Fassung wieder her.

Auf den Seelower Höhen im Oderbruch standen sich im April 1945 Hunderttausende Soldaten der Roten Armee und der Wehrmacht gegenüber. Mit der "Leningrader Sinfonie" setzte Dimitri Schostakowitsch den Opfern der Blockade der Stadt Leningrad durch die Wehrmacht ein Denkmal.