Die Bratschistin Tabea Zimmermann. Sie erhält den hochdotierten internationalen Ernst von Siemens Musikpreis 2020. Foto: Rui Camilo/EvS Musikstiftung/dpa
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Do 23.01.2020 - Ernst von Siemens Preis für Bratschistin Tabea Zimmermann

Die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung zählt zu den weltweit wichtigsten Musikpreisen.

Die Ernst von Siemens Musikstiftung lobte Zimmermanns tiefes musikalisches Verständnis und ihre bedingungslose Liebe zur Musik. Mit unermüdlichem Enthusiasmus gestalte sie die musikalische Gegenwart auf eindrücklichste Art und Weise.

Tabea Zimmermann, 53, lebt in Berlin. Die Bratschistin tritt häufig mit Kammermusik-Ensembles auf, etwa mit dem Arcanto Quartett. Sie spielte aber auch schon mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra oder der New World Symphony. Ihr besonderes Interesse gilt der Neuen Musik. In mehr als 50 Uraufführungen war sie zu hören, etwa von György Ligeti, Wolfgang Rihm, Michael Jarrell oder Enno Poppe.
Dadurch habe sie es geschafft, die Bratsche ins Bewusstsein der musikalischen Gegenwart zu rücken, so die Musikstiftung. Viele Auftritte hatte Zimmermann auch mit ihrem Ehemann, dem Dirigenten David Shallon, der im Jahr 2000 starb.

Tabea Zimmermann bekommt den Preis am 11. Mai im Münchner Prinzregententheater überreicht. Der Ernst von Siemens Musikpreis wird seit 1973 jedes Jahr für ein Lebenswerk vergeben. Gewinner waren unter anderem Benjamin Britten, Maurizio Pollini und Mariss Jansons.