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Di 11.02.2020 - Berlin streitet um Grundstück für Komische Oper

Der Rechtsstreit über das freie Grundstück neben der Komischen Oper an der Glinkastraße in Berlin-Mitte geht heute vor dem Berliner Kammergericht in die nächste Runde. Das Land Berlin will dort einen Neubau errichten, in dem Büros und Probebühnen für die Oper entstehen sollen.

Das unbebaute Areal gehört einem Investor, der das Grundstück vor 20 Jahren vom Liegenschaftsfonds des Landes gekauft hatte. Damals verkaufte das Land das ungenutzte Areal unter der Bedingung, dass es bebaut werden muss. Als dies nicht geschah, trat Berlin vom Kaufvertrag zurück. Seitdem streitet das Land mit dem Investor über das unbebaute Grundstück, das die sanierungsbedürftige Komische Oper dringend für ihren Neubau braucht. In erster Instanz hatte Berlin gewonnen.

Der Senat will das Gebäude sanieren, weil der bauliche und technische Zustand der Komischen Oper veraltet ist. Die Bühnentechnik sei auf dem Stand des Wiederaufbaus des Hauses in den 1950er Jahren, die Ausstattung auf dem Stand von 1967, heißt es in der Ausschreibung. Der Umbau des Gebäudes soll 2023 beginnen, die Kosten sind mit maximal 200 Millionen Euro veranschlagt. Während der Umbauzeit soll das Ensemble in das Schiller-Theater ziehen, aber auch an anderen Orten in der Stadt spielen.