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Mi 12.02.2020 - Kulturminister wollen ländlichen Raum fördern

Föderalismus in der Kultur ist eine Stärke, kein Nachteil - sagt der Chef der Kulturministerkonferenz, der Bayerische Kunstminister Bernd Sibler. Kultur in ländlichen Räumen will er stärken.

Deutschland mit seiner Geschichte von Stammesherzogtümern sei reich an regionalen Identitäten, sagte Sibler der Deutschen Presse Agentur. Diese Identitäten müssten sich in der Kultur wiederfinden - nicht im Sinne von Abgrenzung, sondern einer bereichernden Kraft der Vielfalt.

Eine solide Infrastruktur in ländlichen Bereichen müsse finanziert und vorgehalten werden, so Sibler. Das gelte nicht nur für Krankenhäuser - sondern auch für Kunst und Kultur. Bibliotheken seien häufig die einzige kulturelle Einrichtung vor Ort.

Föderalismus positiv zu vertreten in einer Welt, die Gefahr läuft, kleiner und nationalistischer zu denken - darum gehe es. Die Zusammensetzung in der Kulturministerkonferenz ist selbst das beste Beispiel dafür. Sie sei sehr viel bunter als bei anderen Ministerrunden, sagte der CSU-Mann Sibler mit Blick etwa auf Linke-Minister.

Die Kulturminister der Länder treffen sich im Rahmen der Kulturministerkonferenz regelmäßig seit einem Jahr.