Buchladen Prinz Eisenherz (Bild: rbb/Annette Miersch)
Bild: rbb/Annette Miersch

Di 24.03.2020 - Börsenverein sieht Schaden in Milliardenhöhe

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Sofortmaßnahmen der Bundesregierung zur Unterstützung von Unternehmen und Selbstständigen angesichts der Coronakrise begrüßt.

Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis sagte, die Maßnahmen könnten über Existenzen entscheiden. Der Börsenverein rechne für die gesamte Branche mit einem Umsatzausfall von einer halben Milliarde Euro pro Monat.

Skipis sagte, viele Buchhandlungen verkauften über Online-Shops weiter und bauten Lieferdienste per Fahrradkurier auf. Das werde die Umsatzausfälle aber nicht ausgleichen. Die Politik solle daher gesundheitspolitisch vertretbare Ausnahmeregelungen für Buchhandlungen prüfen, etwa einen Abholservice bestellter Bücher.

Außer in Berlin und Sachsen-Anhalt bleiben alle deutschen Buchhandlungen vorerst geschlossen - zunächst bis Mitte April.