Die Staatsoper Unter den Linden streicht den Probenbetrieb © Marcus Ebener
Bild: Marcus Ebener

Mo 23.03.2020 - Staatsoper rechnet mit 2,5 Millionen Euro weniger Einnahmen

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden rechnet mit einem Einnahmen-Minus in Höhe von mindestens 2,5 Millionen Euro in Folge der Corona-Krise.

Der wirtschaftliche Schaden werde enorm sein, sagte der Intendant der Berliner Staatsoper, Matthias Schulz, der Berliner Morgenpost. Er mache sich vor allem auch Sorgen um die nicht fest am Haus Beschäftigten wie Sängergäste, die nun Verdienstausfälle hätten. Erforderlich sei jetzt ein Schulterschluss mit der Politik und viel Kulanz von allen Seiten, so Schulz. Es gebe Härtefälle.

Schulz erläuterte, sein Haus zahle Probenpauschalen, und die nun abgesagten Proben für Mozarts "Idomeneo" etwa schlügen bei manchen Tänzern sozial unmittelbar durch. Konkrete Regelungen, wie dies aufzufangen sei, gebe es noch nicht. Insgesamt beobachte er in der Branche großes Verständnis und zugleich eine große Traurigkeit über die zahlreichen Absagen.

Er sei froh, dass die Staatsoper am vergangenen Donnerstag noch eine online übertragene "Geistervorstellung" von Bizets "Carmen" geben konnte, so Schulz. Die Reaktionen hätten klar gezeigt, wie wichtig Kultur in so einer Zeit sei.

Der Live-Stream von rbbKultur hatte weltweit 170.000 Zuschauer. Die Staatsoper bietet nun täglich ein Online-Programm an.