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Di 19.05.2020 - Ausstellung über Waldlager der Roten Armee in Brandenburg

Im Kornspeicher Neumühle bei Neuruppin werden ab Mittwoch Artefakte aus dem Leben sowjetischer Soldaten in Brandenburg ausgestellt. Die Schau ist bis zum 29. Juli zu sehen.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Waldlager und ihrer Bewohner, die nicht nur aus Rotarmisten, sondern auch aus befreiten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern bestanden. Im Rahmenprogramm der Ausstellung wird auch das zwischen 1941 und 1945 entstandene Tagebuch einer unbekannten Neuruppinerin vorgestellt, das unter dem Titel "Wenn doch bald Ruhe und Frieden wäre" auch als Buch erschien.

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende hatten Archäologen in Brandenburgs Wäldern bislang unbekannte Hinterlassenschaften aus der Zeit unmittelbar nach dem Kampf um Berlin entdeckt. Vielerorts fänden sich noch heute rechteckige Gruben, militärisch exakt entlang der Waldwege aufgereiht, teilte die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte mit. Diese Eingrabungen waren Reste von Blockhäusern. In diesen Unterständen seien Reste des Alltags der Soldaten der Roten Armee gefunden worden.