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Fr 15.05.2020 - Neue Ausstellung über Kriegsende 1945 in Frankfurt an der Oder

Das Viadrina-Museum in Frankfurt an der Oder widmet seine neue Ausstellung dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren.

Unter dem Titel "Krieg und Frieden in Brandenburg. Frankfurt (Oder) 1945" würden die Folgen des Krieges thematisiert, der zur Zerstörung des historischen Stadtzentrums, zu neuen Grenzen, zu Flucht und Migration führte, teilte die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte mit.

Die Stadt habe in der Geschichte von Krieg und Gewalt zwischen 1939 und 1945 als Verwaltungs- und Militärstandort eine wichtige Bedeutung gehabt, hieß es. Nach Kriegsende sei Frankfurt an der Oder dann zu einem "Menschenumschlagplatz für Millionen" geworden. Allein 1,5 Millionen Kriegsgefangene und Zivilverschleppte seien zwischen 1945 und 1950 in der Stadt in die Freiheit entlassen worden, hieß es in der Ankündigung der Ausstellung.

Auch viele tausend Polen seien aus sowjetischen Lagern entlassen worden und hätten in der ehemaligen Dammvorstadt, die seit 1945 Slubice heißt und heute zu Polen gehört, eine neue Heimat gefunden, hieß es weiter. Nach 1945 habe sich Frankfurt an der Oder neu erfinden müssen, in der "Bausubstanz, als Grenzstadt und als Wirtschaftsstandort".

Die Ausstellung wird am internationalen Museumstag am Sonntag eröffnet und bis zum 18. Oktober gezeigt.