Skelett-Fund bei einer Ausgrabung in Brandenburg, einer womöglich 4000 Jahre alten weiblichen Person. (Quelle: archaeros.de)
Bild: archaeros.de

Mi 20.05.2020 - Spektakulärer Skelettfund in der Uckermark

Bei Grabungen in der Uckermark haben Forscher ein vermutlich mehrere tausend Jahre altes Frauenskelett gefunden. Die Überreste der Frau könnten laut Angaben eines Archäologen etwa 4.500 Jahre alt sein, teilte das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege mit.

Die Bestattung könnte demnach etwa zwischen 2.200 und 2.500 vor Christus stattgefunden haben. Die genaue Datierung sei aber noch unklar und könne erst nach weiteren Untersuchungen eingegrenzt werden. Auch, wie alt die Frau bei ihrem Tod war, sei noch unklar. Mit etwas Glück lasse sich bei weiteren Untersuchungen auch die Todesursache feststellen.

Gefunden wurde das Skelett bei Grabungen für eine Windkraftanlage bei Bietikow. Wie das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege weiter mitteilte, habe der Fund habe eine hohe wissenschaftliche Bedeutung. Es handele sich um eine ungewöhnliche Bestattungsform: Die Frau sei in sogenannter Hockerstellung in einer Siedlungsgrube beigesetzt worden, nicht auf einem Friedhof. Sie ruhe auf der rechten Seite, die Beine und Arme seien angezogen. Der Kopf weise nach Osten, der Blick nach Norden.