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Mi 24.06.2020 - Datenbank zum Kulturgut aus Ostdeutschland in der Sowjetunion

Das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam hat darin über 1.200 Archivdokumente bereitgestellt.

80 Schlüsseldokumente sind zudem ins Deutsche übersetzt, wie der Informationsdienst Wissenschaft berichtet. Die digitale Datenbank ist in Kooperation des Zentrums für Interdisziplinäre Polenstudien der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder entstanden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konfiszierte die UdSSR in Ostdeutschland zahlreiche Kulturgüter, die als Reparationsleistungen deklariert und an verschiedene Institutionen in der Sowjetunion verteilt wurden. In einem Forschungsprojekt zum Thema "Kultur als Beute des Zweiten Weltkrieges: zur Praxis der Verlagerung von deutschen Kunst- und Kulturgütern aus der SBZ, 1944-1948" haben Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Russland und der Ukraine zahlreiche neue Dokumente aufgespürt, die detailliert Aufschluss über diese Konfiskationen geben.

Die Dokumente sind online verfügbar und können auch in der Bibliothek des ZZF Potsdam eingesehen werden.