Emily Atef
Emily Atef | Bild: snapshot-photgraphy/T. Seeliger

Do 25.06.2020 - Frauenpower in der Deutsch-Französischen Filmförderung

Vier der fünf geförderten Filmprojekte werden von Frauen inszeniert. Bei der Projektentwicklung beträgt die Frauenquote sogar 100 Prozent.

Insgesamt werden fünf Filmprojekte mit 1.755.000 Euro unterstützt, vier weitere Projekt erhalten 105.000 Euro Projektentwicklungsförderung. Emily Atef erzählt in "Mister" von einer jungen Französin, die nach der Diagnose einer tödlichen Krankheit in der Einsamkeit Norwegens Antworten finden und Entscheidungen treffen muss. In den Tiefen des Amazonas-Regenwaldes lässt Pia Marais die Tochter eines Missionars das Geheimnis ihrer Vergangenheit entdecken: "Transamazonia".

Angela Schanelec verlegt den Mythos vom "König Ödipus" in die Gegenwart, und die libanesische Regisseurin Danielle Arbid versetzt mit "Suzanne & Osman" Fassbinders Liebesgeschichte eines ungleichen Paares, "Angst essen Seele auf", in den heutigen Libanon. Andreas Dresen schließlich verfilmt in "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" die wahre Geschichte der Mutter von Murat Kurnaz, der als vermeintlicher Terrorist jahrelang im US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftiert war.

Bei den von der Deutsch-Französischen Förderkommission zugesagten Projektentwicklungen werden die Spielfilme "Pas un Mot" von Hanna Slak, "Rabia" von Mareike Engelhardt und "Wild Encounters" von Sarah Arnold und der Dokumentarfilm "Der Freistaat Kaptaruny" von Natalija Yefimkina gefördert.