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Mo 22.06.2020 - Marathon-Protestlesung für Liu Xiaobo

Vor der chinesischen Botschaft in Berlin ist am Sonntag an den 2017 in China gestorbenen Friedensnobelpreisträger erinnert worden.

Die am Sonntag um sechs Uhr morgens gestartete zwölfstündige Lesung aus Texten und Briefen des Schriftstellers und Menschenrechtlers hatte der evangelische Pfarrer Roland Kühne aus Kempen bei Düsseldorf organisiert. Mit der Aktion sollte daran erinnert werden, dass Liu Xiaobo an dem Tag nach zwölf Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen worden wäre.

Liu Xiaobo war Literaturprofessor in Peking und Präsident des chinesischen PEN-Clubs unabhängiger Schriftsteller. 2008 wurde der Bürgerrechtler festgenommen und 2009 zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. 2010 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, den er jedoch nicht selbst entgegennehmen konnte.