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Di 23.06.2020 - Oma räumt auf - Kiezspaziergänge gegen Rassismus

Die Initiative "OmasGegenRechts" rückt mit Handschuhen, Mülltüte und Besen aus, um Nazi-Symbole und -Aufkleber im öffentlichen Raum zu entfernen. Mitmachen sei ausdrücklich erwünscht, heißt es in einer Presserklärung der Initiative.

"Gern wollen wir mit den Menschen aus dem Kiez gemeinsam aktiv werden und ins Gespräch kommen." Künftig werde immer am letzten Samstag im Monat an einem anderen Ort "aufgeräumt". Dabei geht es um Themen von Abtreibung über Feminismus bis Zwangsarbeit.

"OmasGegenRechts" wurde in Deutschland 2018 gegründet und geht auf eine Initiative in Österreich zurück. Sie versteht sich als zivilgesellschaftlich und überparteilich und will sich mit augenfälliger Symbolik in den politischen Diskurs einmischen. Die ältere Frau als öffentliche politische Kraft sei nicht im kollektiven Bewusstsein gespeichert, heißt es. Deshalb müssten Frauen öffentlich auftreten, nicht als Einzelperson und Ausnahme, nicht als Star, sondern als Gruppe, die auffällt.

Der nächste Kiezspaziergang findet am Samstag, den 27.Juni 2020 ab 11 Uhr im Otto-Park in Berlin-Moabit statt.