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Do 25.06.2020 - "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" vergeben

Die aserbaidschanische Journalistin Khadija Ismayilova und der deutsche Filmemacher Benjamin Best werden für ihren persönlichen Einsatz geehrt. Beide hätten sich für Medienfreiheit und eine unabhängige Berichterstattung eingesetzt, häufig unter Gefahr für das eigene Leben, wie die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig mitteilte.

Die 1976 in Aserbaidschan geborene Ismayilova sei eine international bekannte und einflussreiche Investigativjournalistin, ihre Themen seien Korruption und Vetternwirtschaft in ihrem Heimatland, hieß es. Deswegen sei sie zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Seit Jahren gehöre Aserbaidschan zu den Ländern, in denen die Pressefreiheit am stärksten bedroht ist.

Best, geboren 1976, sei einer der herausragenden Vertreter des deutschen Sportjournalismus, hieß es. Der freie Journalist des WDR schaue mit Sachverstand "gewissenhaft und tiefgründig hinter die glitzernden Kulissen der globalen Sportwelt" und auf Menschenrechtsverletzungen im Umfeld großer Sportereignisse. 2019 veröffentlichte er einen Dokumentarfilm zur problematischen Arbeits- und Lebenssituation der Gastarbeiter auf den Baustellen der WM-Stadien in Katar.

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro pro Preisträger*in dotiert.