Ganz viel zum GuckeN: Kunst in Paris und Berlin, die Schriftstellerin Olivia Wenzel im Gespräch und Stummfilm-Ästhetik auf TikTok / © J. Geleyns RMFAB Brussels, Doris Spiekermann via Imago Images, TikTok

06.04.2021 | Kultur Digital - Ganz viel zum Gucken

Heute gibt’s einen Ausflug in den Pariser Louvre. Außerdem dabei: Erinnerungen an die DDR und was TikTok mit Stummfilmen zu tun hat.

Mona Lisa und Madame Stuart Merill im Netz: Kunst aus dem Pariser Louvre und der Alten Nationalgalerie in Berlin / © Javier Torres via Imago Stock & Poeple, J. Geleyns RMFAB Brussels

Museum für zuhause

Für den Anfang hab ich heute zwei Kunst-Tipps für Euch:

Der erste Tipp führt Euch in den Pariser Louvre.

Da kann man sich seit kurzem durch eine Datenbank mit 480 000 Objekten klicken.

Wen so viel Auswahl überfordert, der findet sich vielleicht in den Themenalben besser zurecht.

In diesen 'Louvre Greatest Hits' zum Beispiel gibt’s auf einen Blick, was man unbedingt gesehen haben sollte.

Da ist auch die Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ dabei.

Oder wie man auf französisch sagt: „La Joconde“

Aber im Louvre gibt es natürlich noch viel mehr. Zum Beispiel „Die Hochzeit zu Kana“ von 1563.

Auf diesem riesigen Renaissance-Gemälde zeigt der Maler Veronese das Hochzeitsfest, auf dem Jesus Wasser in Wein verwandelt haben soll.

Veronese macht aus dieser Geschichte vor allem ein Fest für die Augen. Mit unzähligen Figuren. In unzähligen Farben. Auf fast zehn Metern Länge.

In der Louvre-Datenbank kann man sich dieses Hochzeits-Gemälde anschauen.

Es gibt Gesamtaufnahmen und Einzelausschnitte, die Details dieses riesigen Gemäldes hervorheben.

Und man kann die Bilder sogar runterladen.

Es gibt auch virtuelle Touren. Da kann man auf dem Bildschirm durch die Gänge des Louvres stiefeln.

Aber das fand ich nicht sehr benutzer*innenfreundlich umgesetzt. Ziemlich hakelige Steuerung. Und zu wenig Infos zu den Gemälden.

Sehr viel besser ist das im zweiten Kunst-Tipp gelungen:

Im virtuellen Rundgang der Ausstellung „Dekadenz und dunkle Träume. Der belgische Symbolismus“.

Dieser Ausflug in die Alte Nationalgalerie in Berlin macht auch am Bildschirm Spaß.

Los geht’s in der Eingangshalle mit einer Einführung zum Lesen und Hören.

Danach fließt man geradezu von einem Raum zum nächsten, schaut sich ein Bild an und klickt weiter. Sehr intuitiv und angenehm.

Zu einigen Gemälden gibt's kleine Hörstücke.

Und wenn Ihr unser Radioprogramm regelmäßig hört, erkennt Ihr garantiert die Stimme von unserem Redakteur und Programmsprecher Paul Sonderegger wieder.

Wäre noch toll, wenn man die Gemälde vergrößern könnte. Aber sonst einer der besten virtuellen Museumsbesuche bislang.