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Podcast | Musikserie - Leonard Bernstein

Keiner gab sich so rückhaltlos dem Publikum hin: Lachte, zitterte, ging dirigierend in die Knie und betätigte sich dabei als Rattenfänger der Klassik – im besten Sinne. Als erster, genuin amerikanischer Dirigent begründete er ein neues Selbstbewusstsein. Und einen saftigeren, extremistischeren, sanguinischeren Stil. Er war der einzige Dirigent seiner Zeit, der bei der Arbeit nicht mürrisch wirkte. Eine Blütenlese mit besten Aufnahmen. Sendereihe in 21 Folgen von Kai Luehrs-Kaiser.

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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Bernstein, das ungenierte Genie

Keiner gab sich so rückhaltlos dem Publikum hin: Lachte, zitterte, ging dirigierend in die Knie und betätigte sich dabei als Rattenfänger der Klassik – im besten Sinne. Als erster, genuin amerikanischer Dirigent begründete er ein neues Selbstbewusstsein. Und einen saftigeren, extremistischeren, sanguinischeren Stil. Er war der einzige Dirigent seiner Zeit, der bei der Arbeit nicht mürrisch wirkte. Eine Blütenlese mit besten Aufnahmen.

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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - "Call me Lenny"

Anfänge eines Quereinsteigers Wie jeder Dirigent damals, war auch Bernstein kein "ausgebildeter" Dirigent. Sondern gelernter Komponist (und Pianist), der anschließend eine kleine Zusatzausbildung gemacht hatte. Ähnlich waren alle Dirigenten von einst: Seiteneinsteiger. Geboren als Sohn ukrainischer Juden, hieß er eigentlich Louis. Als er 1958 erster US-amerikanischer Chef des New York Philharmonic wurde, lag ein Zickzack aus verschiedensten Erfolgen längst hinter ihm.

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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Tränen lügen nicht. Bernstein als Mahler-Dirigent (3/21)

Dass Bernstein ‚Erfinder’ der Mahler-Renaissance nach dem zweiten Weltkrieg war, ist so vereinfachend wie richtig. Mahlers Werke galten damals als sentimental, patchworkhaft und billig, als handele es sich um Modeschmuck. Das änderte sich erst, als Bernstein sie in New York mit allem Ernst und aller Inbrunst aufs Programm setzte. Und eine Gesamteinspielung aller Mahler-Sinfonien folgen ließ, die vielleicht bis heute die beste ist.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Originale fallen nicht vom Himmel: Bernstein und seine Lehrer (4/21)

Die amerikanische Dirigentenwelt der 1940er und 50er Jahre wurde von Emigranten wie Stokowski, Mitropoulos und Bruno Walter geprägt; auch Bernstein haben sie maßgeblich beinflusst. Sein Lehrer Artur Rodziński war Pole, sein Chef in Tanglewood, Serge Koussevitzky, Russe. Sind die slawischen Wurzeln Bernsteins am Ende doch wichtiger als sein amerikanisches, von der Nähe zu Aaron Copland geprägtes Image es vermuten lässt? Ein Vergleich.

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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - West Side Story reloaded. Bernstein als Musical-Großmeister (5/21)

Die „West Side Story“ von 1957 war nicht der erste Musical-Erfolg Bernsteins, sondern sein letzter. Vorangegangen waren „On the Town“, „Wonderful Town“ und „Candide“: Meisterwerke, die künstlerisch das Gesamtwerk eines Andrew Lloyd Webber problemlos in den Schatten stellen. Man wird sich wundern!
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Ein Mann der Praxis. Bernstein als Kammermusiker und Solist (6/21)

Nach jedem Konzert mit Bernstein kam unweigerlich der Moment, wo ein Klavier in den Backstage-Bereich gerollt wurde und Bernstein singend, schwärmend, heulend in die Tasten griff. Dies waren keine sentimentalen Ausrutscher. Bernsteins Aufnahmen der Kammermusik von Mozart, Schumann, Gershwin und natürlich eigener Kompositionen zeigen, wie sich das Genie im Detail-Reichtum äußert. Sogar als Sprecher lernen wir Bernstein neu kennen.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Bernstein als Opern-Dirigent (7/21)

Erstaunlich genug, aber Bernstein zeigte bei echten Opern-Komponisten eher Zurückhaltung. Seine „Falstaff“-Einspielung blieb die einzige einer Oper von Verdi. „Carmen“ besetzte er mit der (auch stimmlich) übergewichtigen Marilyn Horne. Sein „Rosenkavalier“ enttäuschte (trotz Christa Ludwig als Marschallin). Vielleicht lag’s am Studio? Oder haben wir Bernstein hier – ausgerechnet hier! – bei einer Schwäche erwischt?
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Bernstein, die Diva (8/21)

Als scharfzüngiges Lästermaul wird Bernstein von Zeitzeugen beschrieben. Schon als Musikkritiker in jungen Jahren bezeichnete er Prokofjews 1. Klavierkonzert als „wahrlich kein gutes Stück“, in dem „die einzige wirkliche Melodie zu Tode geritten“ werde. Gundula Janowitz, die spätere Sängerin seines „Fidelio“, nannte Bernstein ihr „Golgatha“. Konnte selbst noch im Darling schlechthin – ein Fiesling stecken?
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Der Fall Beethoven: Bernstein vs. Karajan (9/21)

Als großer Gegenspieler Karajans erfüllte sich Bernstein lebenslang genau jenen Traum, der Karajan verwehrt blieb: eine Karriere in Europa und in den USA. Beide Dirigenten galten als Antipoden. Sie gehören aber – ästhetisch gesehen – unzweifelhaft derselben, glamourverliebten Epoche an. Was zu beweisen ist!
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Der swingende Patriot. Bernstein, der erste Dirigent der USA (10/21)

Überraschend vielgestaltig sind die amerikanischen Werke, für die Bernstein sich stark machte. Ob Märsche von Sousa, symphonische Werke von Barber, Blitzstein, Carter, Copland, Feldman, Harris, Ives, Piston, Rorem, Schapero und Ferde Grofé: Bernsteins amerikanische Vorlieben erschließen einen klingenden, oft swingenden Kosmos zugkräftiger Gegenwartsmusik. Zugkräftiger, als man denkt.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Der Medien-Pionier. Bernsteins epochale Video-Lessons (11/21)

So blendend, wie der Mann aussah, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Fernsehen ihn entdeckte. Bernstein nutzte das Angebot, indem er TV-weit das erfand, was man heute „Education“ nennt. Man denkt, wenn man dieses Wort hört, an Simon Rattle. Aber Rattle denkt an Bernstein. Hommage an einen, der auf die Jugend setzte.

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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Mein "kleiner Dämon": Bernstein als erster queerer Dirigent? (12/21)

Mit seiner Bisexualität ging Leonard Bernstein – zumindest ab einem bestimmten Alter – offen um. Zu seiner Zeit war das alles andere als selbstverständlich; noch sein Vorgänger beim New York Philharmonic Orchestra, Dimitri Mitropoulos, war 1957 wegen seiner Homosexualität entlassen worden. So wurde Bernstein die erste Schwulen-Ikone der Klassik-Welt. Hört man das?

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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Die Geldschein-Sonate. Bernstein, der Großverdiener (13/21)

Allein von den Einnahmen und Tantiemen der „West Side Story“ hätte sich Bernstein ein Leben lang zur Ruhe setzen können. Die Rechtevergabe bei amerikanischen Werken ist bis heute rigide und streng befristet. Das versetzte den Komponisten in die beneidenswerte Lage, von kommerziellen Dirigier-Aufträgen Abstand nehmen zu können. Auch als er zur Deutschen Grammophon wechselte, spielte er – anders als Karajan – bereits aufgenommene Werke nicht noch einmal ein.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - "Ich war noch niemals in Bayreuth ...": Bernstein als Wagner-Dirigent (14/21)

Auf der Liste großer Dirigenten, die niemals den Bayreuther Graben von innen gesehen haben, ist Bernstein nicht der einzige. Bei der in München entstandenen "Tristan"-Aufnahme saß der Kollege Karl Böhm im Parkett und bekannte, erst Bernstein habe sich bei diesem Werk das Richtige getraut. Warum blieb es bei diesem einen "Tristan"!?

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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Ode an die Freiheit: Bernstein und Berlin (15/21)

Zu den Berliner Philharmonikern lud man Bernstein nur genau einmal ein. Stattdessen war er ein nicht häufiger, aber gelegentlicher Gast bei den Berliner Festwochen. Zum Mauerfall gab er sein historisches Beethoven-Konzert im damaligen Schauspielhaus. Bernstein und Berlin – eine verpasste Liebesgeschichte!?
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - The sexiest conductor alive: Bernstein als optisches Phänomen (16/21)

War es sein Hüftschwung? Oder seine gegelte Haar-Tolle? Kein Zweifel, dass Bernstein der erste attraktive Dirigent war, der nicht nur Autorität und Charisma, sondern einen gewissen Sex-Appeal mit auf die Bühne brachte. Sein Dirigierstil, passend dazu, war rund und sportlich energetisch. Bei ihm sah der Frack schon damals „cool“ aus. Alles nur Äußerlichkeiten? Mitnichten.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Der Verkannte. Bernstein als seriöser Komponist (17/21)

Seine Werke finden seit seinem Tod häufiger ihren Weg ins Repertoire großer Symphonieorchester als zu seinen Lebzeiten. Das liegt zum einen an Schülern, die sich dieser Werke annehmen. Aber auch daran, dass Bernstein so ungemein unverkopft, im Grunde unintellektuell komponierte und jede akademische Trockenheit vermied. Ein Plädoyer voll schöner Entdeckungen.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Die Liebe zu den sechs Orchestern - Bernstein in europäischen Metropolen (18/21

Viele Dirigenten entwickeln eine spezifische Klangästhetik, die sie zu anderen Orchestern mitnehmen. Und Bernstein? Seine Aufnahmen mit dem Concertgebouw-Orchester, den Wiener Philharmonikern oder dem BR-Symphonieorchester verraten eher eine musikalische als eine klangliche Handschrift. Das muss auch so sein: denn Bernstein war die längste Zeit seines Lebens hauptberuflicher Gastdirigent. Er kam immer nur – und ging.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - The final concert. Der späte Bernstein (19/21)

Inzwischen Monument seiner selbst, ein Großmeister und Symbolträger weltweit, blieb Bernstein bis fast unmittelbar vor seinem Tod am 14. Oktober 1990 musikalisch aktiv – ähnlich wie Karajan, der im Jahr zuvor gestorben war. Dieser doppelte Verlust läutete einen Paradigmenwechsel ein. Daraus ging Bernstein (im Unterschied zu Karajan) ungeschoren hervor. War er zeitloser? Oder gar besser?
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Leonard Bernstein: Bernstein und die Folgen: Schüler, Nachrücker, Abgucker (20/

Selbst ein Dirigent wie Eliahu Inbal, ehemaliger Chef des Konzerthausorchesters, zählt Bernstein zu seinen größten Vorbildern. Amerikanische Nachfolger wie Michael Tilson Thomas oder Marin Alsop, ebenso Image-Erben wie André Previn zeigen, wie sehr Bernstein das Feld verändert hat. Auch grundsätzlich: in der viel ausgreifenderen Dirigier-Gestik, die seitdem Standard ist.
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Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser - Der einseitige Universalist. Was konnte Bernstein eigentlich nicht? (21/21)

War Bernstein ein idiomatischer Bruckner-Dirigent? Konnte er Haydn und Mozart? Geriet ihm Debussy nicht zu knallig und Cherubini (mit Maria Callas) zu verismohaft? Machen wir die Nagelprobe! Lässt sich Bernstein in flagranti, also auf frischer Tat, bei einer Untiefe ertappen? Zum Schluss werden wir... versöhnlich.
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